
Die neue Elska-Ausgabe ist da – und sie führt Leser:innen diesmal in eine der buntesten Metropolen Lateinamerikas: Mexiko-Stadt. Die 53. Ausgabe des international erscheinenden Magazins markiert das fünfte „Elska“-Heft, das in Lateinamerika entstanden ist.
Jeder zeigt alles – zum zweiten Mal in der Elska-Geschichte
„Mexiko-Stadt wurde in unserer letzten großen Leser:innen-Abstimmung am häufigsten gewünscht – dabei hatte ich die Ausgabe zu dem Zeitpunkt schon längst produziert“, verrät Herausgeber Liam Campbell. Der britische Fotograf und Autor verbrachte mehrere Wochen in der mexikanischen Hauptstadt und traf dabei auf zahlreiche queere Männer, die bereitwillig ihre Geschichten erzählten – und sich vor seiner Kamera entkleideten.
In Mexiko-Stadt war die Offenheit der Männer besonders groß, wie Campbell betont. „Zum erst zweiten Mal in der Geschichte von Elska haben sich alle Teilnehmer entschieden, bei den Shootings komplett nackt zu posieren. Ohne Scheu, dafür mit sehr viel Stolz“, so der Herausgeber. „Ich hätte dort locker mehrere Ausgaben füllen können – so viele interessante Typen sind mir begegnet.“
Tagebuch statt Interview – intime Einblicke aus erster Hand
Neben den ästhetischen, aber expliziten Fotos legt Elska auch in dieser Ausgabe großen Wert auf persönliche Inhalte. Die Männer erzählen von ihrem Alltag, von Liebe, Einsamkeit, politischen Sorgen oder queeren Freiräumen in einer Stadt, die zugleich konservativ und rebellisch sein kann. Die Fotos entstanden nicht nur auf den Straßen, sondern auch in den Wohnungen der Porträtierten.
Die Geschichten erscheinen in Form von Tagebuch-Einträgen. Das ist ein Stilmittel, das sich seit Jahren durch alle Ausgaben des Magazins zieht. „Ich schreibe auf, was während meiner Begegnungen mit den Männern passiert – ohne Drehbuch, ohne Interviewfragen“, erklärt Campbell. Das Ergebnis ist eine sehr persönliche, oft emotionale Annäherung an queeres Leben in verschiedenen Weltregionen.
Ein besonderes Extra bietet Elska Ekstra, das Begleitheft zur Hauptausgabe. Darin enthalten sind Porträts von drei weiteren Männern sowie Hunderte zusätzliche Bilder – darunter auch ein Model, das ein ikonisches Nacktbild aus der Elska-Ausgabe aus Melbourne nachgestellt hat.
Queere Vielfalt für ein weltweites Publikum
Elska erscheint alle zwei Monate und kombiniert Reisetagebuch, queere Kultur und künstlerische Aktfotografie. Jede Ausgabe entsteht in einer neuen Stadt, mit zufällig ausgewählten, nicht-professionellen Models. Für viele Leser:innen weltweit bietet das Magazin einen ungefilterten Blick auf queeres Leben abseits der bekannten Metropolen.
Die 164-seitige Ausgabe „Elska Mexico City“ ist ab sofort online erhältlich – als Print-Version oder als digitales E-Zine.